Stücke:

 

Plakat Dakota Pink

 

Dakota Pink, Junge Oper in drei Akten
nach dem Roman von P. Ridley

Besetzung:
Dakota Pink, Treacle (2 Schauspielerinnen)
Lucy Pink, Dakotas Mutter (Sopran)
Caleb Pink, Vater (Bariton)
Henry Twig, der seltsame Untermieter (Tenor)
Medusa, eine in die Jahre gekommene Diva (Mezzosopran)
Eine handvoll Nachbarn, Chor/Statisterie

Orchesterbesetzung:

Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Trompete, Posaune, Tuba, Marimba, Vibraphon, Pauken/Perkussion, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, 4 Sänger/innen (Sopran, Mezzosopran, Tenor, Bariton) und für zwei singende Schauspielerinnen (Mezzosopran)


Alter: ab 7 Jahre
Uraufführung: Städtische Bühnen Münster, 1999
Kontakt: Anna Siegrot

 

In einem der verwahrlosten Wohnblocks am Rande der Stadt wohnen die Freudinnen Dakota und Treacle.
Immer auf der Suche nach Abenteuern, werden sie hier mit den Eigenheiten und Geheimnissen der Erwachsenen konfrontiert. Dakotas Mutter Lucy ist, seit ihr Mann Caleb sie verlassen hat, nicht mehr von ihrem Sessel aufgestanden. Was ist aus Caleb Pink geworden? Ist er wirklich ein berühmter Schriftsteller? Warum dürfen die Kinder nicht in das Zimmer von Henry Twig, dem Untermieter? Und was raschelt unter den Kohlblättern, die Medusa in einem Einkaufswagen durch die Wohngegend schiebt?

 

Medusa: Oh, ich weiß, ich sollte in eine Zwangsjacke gesteckt werden und kleine weiße Tabletten essen. Aber ich bin nicht verrückt. Nein! Ihr werdet schon sehen, eines Tages werden diese Melodien wieder da sein, und ich werde vor der untergehenden Sonne Hollywoods in den Armen meines Oscars liegen. Nur noch einen Stein, dann habe ich es geschafft.

(SIE ZEIGT AUF DIE LÜCKE ZWISCHEN DEN DIAMANTEN AUF DEM PANZER DER SCHILDKRÖTE.)

Ich brauche nur noch einen Diamanten, so groß …

Treacle:… wie eine Erbse.

 

Ausschnitte Szene 2 und 6 als PDF herunterladenAusschnitte Szene 2 und 6 als PDF herunterladen

 

Pressestimmen:

In seinem Buch "Dakota of the White Flats" gelingt es Philip Ridley, die trostlose Atmosphäre einer ärmlichen Wohnsiedlung mit den poetischen Elementen eines Zaubermärchen zu verbinden.
Kulturspiegel 9.2.99

Einer passiven Erwachsenenwelt stehen in der "Jungen Oper" von Michael Kessler und Anna Siegrot zwei besonders aktive Kinder gegenüber: Während sich die Erwachsenen bis zur Bewegungslosigkeit in ihre Phantasiewelten eingesperrt haben, sind die beiden Freundinnen Dakota und Treacle stets auf der Suche nach neuen Abenteuern.
MZ 23.4.99

Kessler und Librettistin Anna Siegrot sind theatererfahrene Macher. Sie wissen, wie man Handlung antreibt, wie man Pointen setzt, wie Charaktere geformt werden. Kesslers Partitur … mischt Rhytmen und Genres der Pop-Musik mit ariosem Melos. Das hört sich witzig, unterhaltsam, nie anstrengend an.
Opernwelt 06.99